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Gesellschaften unter Globalisierungsdruck

Wenn man sich mit dem Thema Gesellschaften unter Globalisierungsdruck beschäftigt, dann sollte man sich doch erst mal fragen, wie es überhaupt dazu kommt. Gibt es diesen Druck, oder einen Grund, Angst zu haben? Durch die Globalisierung haben wir Kaffee, Tee, Obst und Gemüse das ganze Jahr und viele andere Gegenstände, auf die wir kaum noch verzichten wollen.
Außerdem war doch fast jeder schon mal im Urlaub in einem anderen Land, oder hat schon nach Übersee telefoniert.
Es gibt also zunächst keinen Grund für Druck und Angst!

Verlagerung der Produktion
Natürlich hat jede Sache nicht nur positive Seiten, und wenn man sich die negativen Seiten der Globalisierung anschaut, stellt man schnell fest, dass man vielleicht doch nicht zu unbekümmert damit umgehen sollte.
Kleidung, wie zum Beispiel eine simple Jeans, legt Tausende von Kilometern zurück, bevor sie bei uns landet. (Siehe hierzu Kapitel 1: "Weg einer Jeans".) In fast allen Branchen sind Produktionsstätten zumindest teilweise dorthin verlagert, wo man am günstigsten produzieren kann.

Verlagerung ins Ausland - Gesellschaften unter Globalisierungsdruck
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Verlagerung ins Ausland
Für die Firmen ist dieser Aspekt der Globalisierung von Vorteil, was ist aber, wenn in einem Land dann diese Arbeitsplätze fehlen? Ein weiterer negativer Aspekt sind die Umweltprobleme. Die Waren kommen ja nicht von alleine von einem Ort zum anderen, sondern reisen per LKW, Schiff oder Flugzeug. Dadurch entstehen eine Menge Abgase, die man vermieden hätte, wenn alles nicht so verstreut produziert worden wäre. Leider wiegen die Transportkosten lange nicht die Kosten auf, die man durch Billigproduktion einspart und so wird auch weiterhin in verschieden Ländern produziert, vor allem, weil die Produzenten auch nicht für die verursachten Umweltbelastungen aufkommen müssen.


Ungleichgewicht
Die Verteilung der Welt - Gesellschaften unter Globalisierungsdruck
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Die Verteilung der Welt
Auch der Import und Export von Waren ist problematisch, da nicht alle Länder wirtschaftlich gleich stark sind.
Wenn man zum Beispiel den Handel zwischen Deutschland und Frankreich betrachtet, dann haben beide Partner Vorteile davon, denn der eine hat Waren, die der andere nicht hat. Das ist aber nur so, weil die beiden Handelspartner ungefähr gleiche Voraussetzungen haben. Aber zwischen Deutschland und dem Entwicklungsland Burkina Faso gilt das nicht. Es kann schnell passieren, dass Burkina Faso mehr für Maschinen und Industriewaren ausgeben muss, als es für seine Rohstoffe erhält und sich dadurch hoch verschuldet, wie es schon einigen Ländern passiert ist.


Zunächst profitiert ein Land natürlich durch den Export: Je mehr Nationen die Waren kaufen, desto mehr Arbeitsplätze werden für die Produktion der Exportwaren geschaffen. In Deutschland gilt dies besonders für die Automobileindustrie, den Maschinenbau und die chemische Industrie.

deutsche Exportschlager - Autos, Maschinen, Chemie, Technik
deutsche Exportschlager


Strukturwandel durch Globalisierungsdruck
Aber wenn andere Länder auch anfangen zu exportieren und dies auch noch billiger, weil die Lohnkosten niedriger sind, dann nehmen die Käufer natürlich das billigere Angebot und die Arbeitsplätze in den ursprünglichen Exportländern geraten in Gefahr.

Dies zwingt die Länder um die bedrohten Arbeitsplätze zu kämpfen und mit allem aufzuwarten, was sie haben, um Firmen anzulocken. Manche Regionen spezialisieren sich auf bestimmte Wirtschaftsbereiche, aber Menschen, die in dieser Region leben und eine ganz andere Schulbildung haben, als für den speziellen Wirtschaftsbereich benötigt wird, gehen dann leer aus.

Durch diese andauernden Kämpfe wandelt sich die wirtschaftliche Struktur in Städten, Regionen und Ländern oft sehr schnell. Die Menschen sind gezwungen sich anzupassen. Wer das nicht tut oder es nicht schafft, weil er zu unflexibel ist, der bekommt keine Arbeit. Der Druck ist besonders groß für Familien mit Kindern, sowie auch für ältere Personen und für Behinderte, deren Mobilitätsfähigkeit und -bereitschaft nicht so groß ist.

Es ist klar, dass manche Leute die Globalisierung als negativ empfinden und sich unter Druck gesetzt fühlen.


nächstes Unterkapitel: »Deutschland als Exportnation 
 
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