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Deutschland als Exportnation Besondere Situation der Bundesrepublik als Exportnation
Die Globalisierung hat gerade auf Deutschland als Exportnation, positive sowie auch negative Auswirkungen. Immer mehr Länder öffnen sich dem freien Weltmarkt und bieten dadurch Deutschland als exportstarker Nation mehr Chancen ihre Produkte im Ausland abzusetzen.
Firmen, wie z.B. die Voith AG aus Heidenheim, können einen hohen Auftragszuwachs allein durch die ständig steigende Nachfrage aus China verbuchen. So wird der chinesische Markt oftmals sogar lukrativer als der amerikanische Markt.
Da jeder vierte Arbeitsplatz, vor allem in den drei großen Industriebranchen Maschinenbau, Automobilindustrie und chemische Industrie, direkt oder indirekt vom Export abhängt, werden durch die Globalisierung solche Arbeitsplätze geschaffen und gesichert.
Jedoch besteht natürlich die Gefahr, dass Jobs, insbesondere niedrig qualifizierte Arbeiten, die in anderen Ländern billiger verrichtet werden, ins Ausland verlagert werden. Dies führt dazu, dass die Massenproduktion an Billiggütern in Deutschland verringert wird. Somit wird es weniger Arbeitsplätze in Branchenzweigen geben, die die Massenproduktion betreffen. Außerdem ist die Globalisierung dafür verantwortlich, dass die hohen sozialen Standards, wie z. B. staatliche Rente oder Arbeitslosengeld, in Frage gestellt und unter Umständen gekürzt werden. Aber auch der Umweltschutz, dem in anderen Ländern, vor allem in der Dritten Welt, kaum Beachtung geschenkt wird, könnte auf Grund der Globalisierung vernachlässigt werden. Die Standards für den Umweltschutz, die z.B. Firmen aus der Chemieindustrie einhalten müssen, machen Deutschland als Wettbewerbsstandort unattraktiv, da diese Auflagen in anderen Ländern oftmals nicht existieren. So ist es möglich, dass der Umweltschutz durch die ständig anwachsende Konkurrenz für den Standort Deutschland bald in den Hintergrund rückt. Im Großen und Ganzen profitiert Deutschland von der Globalisierung, da viel Kapital von dem Ausland nach Deutschland fließt, gleichzeitig aber Deutschland weniger Geld verlässt. Die Befürchtung der negativen Auswirkungen auf Deutschland, auf Grund der Abwanderung von Unternehmen in Länder mit niedrigerem Lohnniveau, ist also unbegründet. Denn für die Standortfrage müssen auch noch andere Kriterien in Betracht gezogen werden. Deutschland befindet sich mitten in Europa, was einen großen Vorteil bedeutet. Man kann z.B. morgens mit Asien und nachmittags mit Amerika kommunizieren, außerdem befindet sich mit Osteuropa ein hoffnungsvoller Zukunftsmarkt unmittelbar "vor der Haustür". Weiter besitzt Deutschland eine hervorragende Infrastruktur und die bestqualifizierten Arbeiter in Europa, ebenfalls wichtige Kriterien in Fragen der Standortbestimmung. Deutschland muss sich deshalb noch mehr auf qualitativ hochwertige Arbeiten spezialisieren und sich nicht auf Produktion von Billiggütern konzentrieren. Außerdem ist es notwendig, dass deutsche Arbeiter immer besser ausgebildet und qualifizierter werden. nächstes Unterkapitel: »Chancen und Risiken für die Entwicklungsländer |
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