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Unkontrollierte internationale Finanzströme

Unternehmen, Geldinstitute, Fondsgesellschaften verschieben große Geldmengen innerhalb kürzester Zeit und in kurzen Zeitabständen zu spekulativen Zwecken rund um den Globus. Dabei wird versucht, durch Umtauschen von Währungen Gewinne zu erzielen. Pro Tag wandern aus diesem Grund ca. zwei Billionen € in der Welt herum.
Dies kann negative Folgen für Staaten haben, wie man am Beispiel Großbritanniens sieht:
1992 spekulierte der Multimilliardär George Soros massiv gegen den Pfund Sterling im Glauben, dieser sei überbewertet. Hierzu tauschte er geliehene Pfund in andere europäische Währungen, hauptsächlich in deutsche Mark und französischen Franc. Dadurch kam es zu einem Überangebot an Pfund Sterling. Im Herbst sah sich die Bank von England dann wirklich gezwungen, das Pfund Sterling aus dem Europäischen Wechselkursverbund (dem Vorgänger des Europäischen Währungssystems (EWS)) zu nehmen und das Pfund abzuwerten.
Soros verdiente geschätzte 1 Milliarde Dollar an dem Handel. Daraufhin bekam er den Spitznamen "the man who broke the Bank of England".

Um dies zu verhindern, ist eine Steuer auf Devisengeschäfte im Gespräch, die sogenannte Tobin-Steuer (Siehe auch »Kapitel 4/Lösungswege.)


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