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Lösungswege Wie kann die Politik auf Globalisierung reagieren?
Der Prozess der Globalisierung ist, so scheint es, irreversibel. Also sind Überlegungen, den Prozess zurückzufahren, zunächst einmal hinfällig.Wie kann nun Politik auf die Herausforderung reagieren und den schwindenden Einfluss des Nationalstaates kompensieren? Das Stichwort "Global Governance" wurde oben bereits angesprochen und näher erläutert. Internationale Organisationen wie UNO, IWF, WTO etc. sind Versuche, unkontrollierte Globalisierung in Bahnen zu lenken. Aber auch politische und wirtschaftliche Zusammenschlüsse wie Mercosur, APEC, NAFTA und die EU sind Versuche in diese Richtung. Die Uno hat z.B. Anstrengungen unternommen durch internationale Konferenzen mit bindenden Beschlüssen (auch unter Einbeziehung von NGOs) Einfluss zu nehmen. Als Beispiel sei hier das Kyoto-Abkommen genannt, das im November 2004 in Kraft trat und ökologische Standards für die unterzeichnenden Staaten vorgibt. Dass die USA und China als wichtige Verursacher von Klima schädigenden Abgasen das Abkommen nicht unterzeichnet haben, zeigt die Schwierigkeit bei solchen Unternehmungen, Globalisierungsauswirkungen effektiv und weltweit einzudämmen. Immer stehen Vorteil bringende Eigeninteressen im Vordergrund, die oft stärker sind als kollektive Einsichten und Zugeständnisse. In Europa wird der Versuch unternommen, die durch Globalisierungseffekte schwindende Macht des Nationalstaates durch einen engeren wirtschaftlichen und politischen Zusammenschluss zu kompensieren. Die EU, ursprünglich eine wirtschaftliche Gemeinschaft (EWG), wandelt sich zusehends zu einer politischen Union, die durch ihre Erweiterung (2004: 25 Mitglieder, 2007: 27) versucht, einen größeren geopolitischen und ökonomischen Raum als eigenständigen "Global Player" zu etablieren. Unter diesem Aspekt ist auch die Einführung der Gemeinschaftswährung EURO zu sehen, die am 1. Januar 1999 erfolgte. Die Europäer hoffen dadurch, dem Dollar und dem Yen mit einer eigenständigen starken Währung Paroli bieten zu können und ihren Platz in dem oft konkurrierenden Zusammenspiel mit den USA und dem asiatischen Raum (vormals nur Japan, jetzt aber auch China und Indien) zu behaupten.
Ob die Erweiterung der EU in den asiatisch-afrikanischen Raum (Türkei/Nordafrika) weitergeht, ist noch offen und heftig umstritten. Beitrittsverhandlungen mit der Türkei sollen aufgenommen werden. Parallel zu dieser größeren Entwicklung sind jedoch auch Regionalisierungstendenzen (Globalisierung) zu beobachten. So kommt es, dass sich einzelne kleinere Regionen (innerstaatlich oder auch grenzüberschreitend) als "Player" im Globalisierungsprozess positionieren so dass es innerhalb eines Staates zu Regionen kommt, die man als Globalisierungsgewinner ("Blaue Banane") oder dann eben auch als Verlierer betrachten kann. nächstes Unterkapitel: »verschiedene Quiz |
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